Case-Study: 2000% Trafficsteigerung durch Basic-SEO

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1. Februar 2019

Case-Study: 2000% Trafficsteigerung durch Basic-SEO

Ergebnis Traffic Case Study Kamin

Case-Study: Grundlagen-SEO – macht Suchmaschinenoptimierung nicht zu kompliziert!

Immer wieder machen viele SEOs das Thema SEO viel zu kompliziert. Vor allem Anfänger in der Branche halten sich nicht an einen Plan, sondern versuchen so vieles wie möglich zu verbessern. Plötzlich ist dieses technische Problem interessant, dann muss die Seitenladegeschwindigkeit verbessert werden und im nächsten Moment sind die HTML-Fehler schlimm und ein Angriffspunkt.

So bringt man eine Webseite allerdings niemals zum Erfolg – ganz im Gegenteil. Ich kenne es aus meiner eigenen Erfahrung, als ich 2015 das erste Mal SEO verkauft habe und vom Affiliate-Bereich in das Client-Geschäft gewechselt bin.

Bei einem Projekt, das nun erfolgreich abgeschlossen wurde, habe ich mich ausschließlich auf Grundlagen konzentriert. Ich habe keine technischen Fehler behoben, sondern ausschließlich auf qualitativ hochwertigen Content und Linkaufbau geachtet. Doch sogar die Links sind nicht zwangsläufig hochwertig. Funktioniert hat es trotzdem.

Das Ziel war, zu zeigen, dass Basic-SEO auch in starken Nischen oftmals ausreicht, um gute Rankings zu erreichen. Wie ich den Traffic eines Online-Shops von 200 Besuchern pro Monat auf 3400 Besucher pro Monat nur durch Basic-SEO gesteigert habe, erfährst du jetzt!

Ausgangslage: wo stand die Seite?

Es handelt sich dabei um einen Online-Shop im Bereich Kamine. Diese können online eingekauft werden und werden dann aus Dänemark geliefert. Der Shop hatte bis dato kaum nennbaren organischen Traffic (siehe Screenshot). Wir waren etwa bei 200 Besuchern pro Monat durch mehr oder weniger zufällige Keywords.

Ausgangslage Traffic Case Study

In Dänemark war der Shop und Anbieter bereits etabliert – in Deutschland jedoch nicht. Wir haben ca. im März/April 2018 mit diesem Projekt begonnen. Das Ziel war so kostengünstig wie möglich bis zum Winter den Traffic massiv zu steigern und die Rankings der Moneykeywords zu verbessern.

Wie bereits erwähnt, stand nicht allzu viel Budget zur Verfügung. Nichtsdestotrotz siehst du bereits das Ergebnis. Zu den genauen Resultaten kommen wir später. Ein Problem war die Konkurrenz. Wir hatten es hier mit starken Marken und Firmen zu tun, die bereits lange am Markt waren.

Die Konkurrenten

Grundlegend hatten wir für das Hauptkeyword mit einem monatlichen Suchvolumen von etwa 16.000 Personen vier Hauptkonkurrenten. Diese Konkurrenten sind nicht nur online, sondern haben deutschlandweit ihre Geschäfte, in denen sie auch Kamine verkaufen.

Der erste Konkurrent hatte ein enorm starkes Domainrating und rankte auch fast nur durch dieses. Die Backlinks kamen allerdings auch von starken Seiten, sodass wir diese kaum nachbauen konnten. Es rankte die Kategorieseite für mehr als 700 Keywords und sie erhielt dadurch ein Traffic von fast 4000 Besuchern pro Monat.

Konkurrent 1 Nische Kamin

Der zweite Konkurrent hatte weniger Domainrating und auch deutlich weniger Links. Nichtsdestotrotz hatte er eine sehr gute Onpage. Es gab sehr viel hilfreichen und optimierten Text auf der Seite. Ferner hatte dieser Konkurrent auch guten Supporting Content und folglich eine sinnige interne Verlinkung. Hätte er seinen Content noch etwas besser gestaltet und für Longtail-Suchbegriffe optimiert, hätte er sicherlich mehr Traffic und würde für noch mehr Keywords ranken.

Konkurrent 2 Nische Kamin

Der dritte Konkurrent schaltete sogar AdWords auf die Seite, hatte ein starkes Domainrating, war allerdings vom Onpage-Bereich extrem schwach. Es wurden ausschließlich die unterschiedlichen Produkte gezeigt. Ansonsten gab es keinen Text. Auch die drei wichtigsten Onpage-Faktoren (Titel, H1 und URL) wurden nicht beachtet – sein Pech, unser Vorteil.

Konkurrent 3 Nische Kamin

Der letzte Konkurrent wurde dann schon fast irrelevant. Mit einem enorm geringen organischen Traffic und wenigen Links war dieser Konkurrent schon fast dazu gezwungen, AdWords zu schalten. Die Links waren extrem schwach. Gleiches gilt auch für den Onpage-Bereich.

Konkurrent 4 Nische Kamin

Basierend auf diesen Daten, hatten wir folglich drei schwierige Konkurrenten und ein Beispiel, wie man es auf jeden Fall nicht macht. Nichtsdestotrotz war unser Ranking anfangs enorm schwach – denkbar bei nur 200 Besuchern pro Monat.

Die ersten Schritte waren also die Keywords den Seiten zuzuordnen, sodass jede Seite auch für das richtige Keyword angezeigt wurde. Dazu kommen wir später genauer.

Die Ergebnisse – Ranking und Traffic

Zum Winter hin waren wir bei ca. 2.000 Besuchern pro Monat. Ende Januar waren wir bei ca. 3000 Besuchern pro Monat – Tendenz steigend. Das sieht man auch schön auf dem Ausschnitt von Ahrefs.

Ergebnis Traffic Case Study Kamin

Nach ca. 3 Monaten Optimierung ging es mit der Seite konstant bergauf. Pünktlich zur Winterzeit waren die Rankings für die wichtigsten Suchbegriffe auf den vorderen Plätzen, sodass auch guter Umsatz geschrieben werden konnte.

Ranking Case Study Kamin

Das zeigt auch dieser Graph für ein Keyword der Seite. Hierbei handelte es sich um eine Unterkategorie und eine spezielle Produktsparte mit ca. 5.000 Suchanfragen pro Monat. Die Seite rankt für diesen Suchbegriff nun konstant in der Top 5.

Schaut man sich dabei die ahrefs-Daten genauer an und vergleicht diese mit der Konkurrenz, muss man schon etwas lächeln.

Ahrefs Daten Case Study Kamin

Mit einem Domainrating von 2,9 haben wir es dennoch geschafft, ein Traffic von 3400 Besuchern pro Monat zu erreichen und für alle wichtigen Suchbegriffe in der Top 5 zu ranken. Zusätzlich schaltet der Shopbetreiber noch AdWords, wobei der überwiegende Umsatz über Suchmaschinen-Optimierung gemacht wurde.

Die gesamte Domain hat nur von 64 unterschiedlichen Seiten Backlinks. Die Anzahl an Backlinks ist etwas verfälscht aufgrund von Blogkommentaren, die auf mehreren Seiten oder seitenübergreifenden Elementen angezeigt wurden.

Wie haben wir das gemacht? Wie konnten wir eine so starke Konkurrenz mit wirklich einfachsten SEO ausstechen, bzw. oben mitspielen? Wie bereits gesagt, wir haben SEO möglichst simpel gehalten und uns nur um den Text und den Linkaufbau gekümmert.

Grundlagen SEO: Texterstellung und Linkbuilding

SEO ist komplex geworden, muss aber nicht komplex durchgeführt werden. Bei solch einer starken Konkurrenz meinen viele, man bräuchte sehr viel Budget für Links. Stimmt nicht. Wir haben genau 0€ für den Linkaufbau ausgegeben. Zudem haben wir keine technischen Optimierungen vorgenommen.

Alles, was wir gemacht haben, war:

  • Three Kings optimiert
  • Text erstellt
  • Links aufgebaut

Wie wir genau vorgegangen sind, möchte ich nun erklären.

Three Kings und Texterstellung

Die Three Kings sind wohl die wichtigsten OnPage-Faktoren überhaupt. Three Kings ist die Bezeichnung aus dem amerikanischen Raum für den Titel, die H1-Überschrift und die URL. Grundsätzlich gilt, dass in allen drei Elementen das Fokuskeyword vorkommen muss. Idealerweise steht es möglichst nah am Anfang.

Allerdings sollte der Titel niemals gleich wie die H1-Überschrift sein. Man sollte diese Bereiche nutzen, um für weitere Longtail-Kombinationen angezeigt zu werden. Angenommen, das Fokuskeyword ist „Proteinpulver“. Dann könnte ein möglicher Titel wie folgt aussehen:

Titel: Proteinpulver von XY – Tests, Erfahrung und Bewertung

H1-Überschrift: XY Proteinpulver – kaufen oder lieber nicht? Das sagen Tests und Erfahrungen!

Durch diese Kombination kann gleich der Zusammenhang zu Longtailbegriffen hergestellt werden.

Bei der URL ist es auch wichtig, dass das Fokuskeyword dort vorkommt. Wichtig ist nur, dass es nicht bereits im Domainnamen vorkommt. Ansonsten könnte man dadurch mit Spam-Methoden in Verbindung gebracht werden. Bleiben wir mal bei unserem Beispiel.

URL: beispiel.de/proteinpulver/

Was nicht geht: proteinpulver-test.de/proteinpulver/

Folglich haben wir die Three Kings für jede Kategoriesseite festgelegt. Hier haben wir auf Variation geachtet, sodass die stärksten Faktoren sofort auch gewisse Longtailbegriffe abdecken.

Bei der Texterstellung haben wir uns an der Konkurrenz orientiert. Hier haben wir uns an WDF*IDF-Optimierungsmaßnahmen gehalten und in etwa 40-50% der H2-Überschriften Keywordvariationen reingeschrieben. Ferner versuchten wir auch viele Synonyme zu verwenden, die Google unter anderem auch vorschlägt.

Dazu gibt es auch Tools wie openthesaurus oder woxikon.

Zudem haben wir versucht, mit möglichst vielen strukturierten Datensätzen zu arbeiten:

  • Listen
  • Tabellen
  • Aufzählungen
  • Und so weiter

Nichtsdestotrotz haben wir unsere Seiten und Produkte sowie Kategorien nicht mit SCHEMA ausgezeichnet.

ACHTUNG: Wichtig ist hier, dass es nicht zur Themen-Kannibalisierung kommt. In diesem Zusammenhang sind eben auch die Three Kings wichtig. Topic-Kannibalisierung ist schließlich nur sehr schwer zu erkennen, im Gegensatz zu Keyword-Kannibalisierung.

Linkaufbau

Das wohl Herrlichste an diesem Projekt war der Linkaufbau. Wie bereits erwähnt, haben wir 0€ für Links ausgegeben. Wir haben ausschließlich Blogs, Foren und Branchenbücher genutzt. Das reichte aus, um auf die vorderen Plätze zu kommen. Daraus resultierten dann passive Links, die wir nicht aufbauten, sondern irgendwelche Affiliates oder sonstige Testseiten auf uns setzten.

Wie man aber an dem Domainrating erkennt, waren diese Links auch nicht von sonderlich starken Seiten.

Wie bitte? Forenlinks? Bloglinks? Das kann doch nicht mehr funktionieren! – Doch, es funktioniert sogar sehr gut. Man muss nur wissen, wie man es macht.

Den Linkaufbauprozess kann man grundsätzlich in drei Phasen einteilen:

  1. Die Vorbereitung
  2. Prospecting
  3. Linkaufbau und Kontrolle

Wichtig ist hier noch zu sagen, dass der Linkaufbau maßgeblich am Erfolg der Seite schuld ist.

Phase 1: die Vorbereitung

Wichtig ist hier vor allem die Vorbereitung. Ansonsten kann man es mit dem Linkaufbau sehr schnell übertreiben. Deswegen haben wir uns im ersten Schritt die Links der Top 5 angeschaut. Das haben wir für jedes Fokuskeyword gemacht und dann daraus einen Durchschnitt gezogen.

Die Ankertexte haben wir in fünf Kategorien eingeteilt. Basierend auf diesem Durchschnitt wussten wir, wie viele Nofollow-Links wir ca. benötigen und welche Ankertextverteilung notwendig ist. Normalerweise zählen wir auch Image-Links separat. Bei diesem Projekt haben wir aber davon abgesehen.

Am Ende dieses Vorgangs hatten wir die folgende Verteilung für ein Fokuskeyword festgestellt:

Ankertext Verteilung Beispiel Nische Kamin

Es wurde sehr hart mit dem Target-Ankertext verlinkt, was relativ außergewöhnlich ist. Allerdings zeigt Google diese Seiten in der Top 5 an, sodass man davon ausgehen kann, dass die Verteilung so richtig ist. Wir wollten auf keinen Fall aus der Reihe tanzen und haben jeden Link dokumentiert und versucht uns an der Idealverteilung zu orientieren.

Nachdem wir dieses Tortendiagramm für alle Fokuskeywords hatten, konnten wir uns auf die Suche nach den Linkquellen machen.

Phase 2: Prospecting

In der zweiten Phase suchen wir nun zu allen Fokuskeywords entsprechende Linkquellen. Im ersten Schritt haben wir geschaut, ob die Konkurrenten Links von Blogs oder Foren hatten. Diese haben wir in unsere Liste aufgenommen.

Allerdings war die Ausbeute hier relativ mager, sodass wir die Google-Suche für Linkquellen nutzen mussten.

Hier gingen wir wie folgt vor:

  1. Bei Google nach Fokuskeyword suchen und die ersten 10 Seiten durchgehen.
  2. Blogs und Foren öffnen und in eine Liste packen.
  3. Bei Google nach Fokuskeyword Forum suchen und die ersten 10 Seiten durchgehen.
  4. Foren öffnen und in eine Liste packen.
  5. Seiten bewerten.

Der Hintergrund ist, dass linkgebende Seiten, die in den ersten 10 Seiten angezeigt werden, eine gewisse Relevanz haben und zugleich nicht abgestraft wurden. Folglich gehen wir so schon mal ein sehr geringes Risiko ein.

Forenlinks eignen sich vor allem für Links mit einem Target-Ankertext. Da der Anteil in der Nische sehr groß war, brauchten wir viele Forenlinks, da auch immer einige Links gelöscht werden.

Die Seiten haben wir nun nach den folgenden Kriterien bewertet:

  1. Fokuskeyword in Titel, URL und H1?
  2. Fokuskeyword im Body-Bereich?
  3. URL-Rating bei ahrefs über 8?
  4. Domainrating bei ahrefs über 10?
  5. Linkprofil der linkgebenden Seite in Ordnung?
  6. Organischer Traffic auf der Seite?

Je besser die Bewertung war, desto stärker war der Link. Die stärksten Seiten haben entweder per Target-, Topic- oder URL-Ankertext auf die Seite verlinkt. Schwächere Seiten wurden für die zwei anderen Kategorien genutzt.

Nun haben wir uns mit unterschiedlichen Pseudonymen und E-Mail-Adressen in den Foren angemeldet und haben den Link gesetzt. Auch hier muss man noch einiges beachten. Es gibt auch einige Tricks, wie man einen Backlink in einem stark moderierten Forum erhält.

So sind beispielsweise folgende Links entstanden:

Backlinks aus Foren und Blogs

Die Grafik ist nicht sonderlich einfach zu erkennen. Es waren Links mit einem Domainrating von 87-60 dabei. Diese hatten auch ein URL-Rating von 10-20 – durchaus gute Links.

WICHTIG: Wichtig ist hier, dass das Linkumfeld inhaltlich relevant ist. Wir haben deswegen Forenbeiträge oder Blogkommentare mit rund 100-200 Wörtern geschrieben und diesen Text WDF-IDF optimiert. Das textliche Umfeld direkt um den Link herum ist noch wichtiger. Auch hier haben wir besonders viele relevante Keywords untergebracht. Zudem solltest du die Linkvelocity anfangs gering halten und mit der Zeit erhöhen. Allgemein ist die Linkvelocity aber eher ein schwächerer Faktor und kann durchaus auch mal ignoriert werden.

Tipp: Link in stark moderierten Foren erhalten

Was sehr gut funktioniert, ist, dass man den Forenbeitrag anfangs ohne Link veröffentlicht und anschließend 5-10 Minuten wartet und im Nachhinein den Link einfügt. Schließlich sind Moderatoren in diesem Bereich recht fix, sodass der Beitrag nicht gelöscht wird.

Sollte der Link doch immer wieder gelöscht werden, dann kannst du in einem besonders relevanten Textumfeld auch einfach mal ein „i“ oder ein „,“ verlinken. Das sind allerdings keine hochwertigen Links, sondern pushen dich nur kurzfristig.

Ansonsten kannst du deinen Linktext auch nochmal manuell mit der normalen Schriftfarbe markieren. So sieht es in einigen Foren aus, als hättest du deinen Text nur unterstrichen. Zum Teil überfliegt der Moderator den Text nur und löscht den Link dann nicht, weil er ihn nicht erkennt.

Fazit

Abschließend kann gesagt werden, dass SEO doch gar nicht so kompliziert gemacht werden muss. Der Linkaufbau lief kontinuierlich über mehrere Monate, wodurch das Ergebnis erreicht wurde.

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Case-Study: 2000% Trafficsteigerung durch Basic-SEO
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Leonard
Ich betreibe SEO bereits seit 2013 und setze viel auf Praxiswissen und auch Praxisbeispiele. Deswegen gebe ich in meinem Blog, auf LinkedIn, YouTube und in meinem Podcast möglichst viele Case Studys und Erfahrungen aus der Praxis.

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